www.Xboxdynasty.de

Angespielt: Darksiders

10. Januar 2010 @ 1:44 Uhr.

An diesem Wochenende sollte das Tief Daisy für ein paar coole Stunden sorgen und da der Katastrophenschutz Hamsterkäufe empfohlen hat, habe ich mir neues Material für die Xbox 360 besorgt. Meine Wahl ist hierbei auf Darksiders gefallen…

…in Darksiders schlüpft man in die Rolle von ‘Krieg’, dem zweiten der vier apokalyptischen Reitern. In dem Spiel existieren drei Parteien, welche wären Himmel, Hölle und das Reich der Menschen. Diese Parteien haben einen Pakt geschlossen, welcher besagt, dass die vier Reiter der Apokalypse erst dann gerufen werden dürfen, wenn das Gleichgewicht zwischen diesen Parteien aus den Fugen gerät. Doch Ihr – also Krieg – wurde von den Mächten des Bösen betrogen. Das Ende der Menschheit wurde vorzeitig heraufbeschworen und nun versucht man Euch die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben.

Doch wie es so ist im Leben, bekommt Ihr eine Chance, um Eure Unschuld zu beweisen und Eure Ehre wiederherzustellen, doch bis diese Entscheidung gefallen war, sind bereits 100 Jahre vergangen, bevor Ihr nun auf diese zurückkehrt, um den Kampf gegen rachsüchtige Engelslegionen und Erzdämonen aufzunehmen.

Darksiders ist ein Action-Adventure, welches in der Regel nicht so mein Fall ist. Man kann es von der Art her mit Spielen wie God of War oder dem kommenden Dante’s Inferno vergleichen. Mein Vorurteil gegen diese Art von Spiel ist, das man sich meist bashend durch die Gegend kämpft, eine lineare Story durchläuft und wenn das Game gemeistert wurde, liegt es als totes Kapital in der Ecke. Es ist zudem ein reines Sologame und somit eigentlich schon 2x nicht mein Fall… aber was sollte ich machen, Daisy steht auf der Türschwelle und ich brauchte was zum zocken! ;)

YouTube Preview Image

Das Spiel beginnt ganz smart, man hat die Auswahl zwischen den Schwierigkeitsstufen leicht, normal und apokalyptisch. Man lernt in den ersten Spielminuten die Steuerung genauer kennen und bekommt gleich zu Anfang, nachdem man als Meteor auf der Erde der Gegenwart gelandet ist, direkt kinoreife Aktion geliefert. An die Steuerung hat man sich schnell gewöhnt, sie Handhabung ist seht gut und somit geht einem das Gameplay leicht von der Hand.

Die Grafik von Darksiders ist wirklich klasse und stimmig. Optisch wird alles getan, um die richtige apokalyptische Stimmung zu vermitteln und der Sound steuert einen nicht unwesentlichen Teil dazu bei. Die Steuerung selbst hat mich ein wenig an Fable erinnert, auch hier wurde Zaubersprüche etc. über das individuell belegte Steuerkreuz aufgerufen.

Man kann praktisch jeden Gegenstand in der Spielwelt zerstören und meist auch als Waffe benutzen. So ist es Krieg z.B. möglich, Autos und Busse zu stemmen, um sie dann seinen Gegnern vor die Runkel zu werfen. Tische, Stühle, Müllcontainer, Klaviere, Schränke, Straßenlampen, quasi alles, was die Spielwelt hergibt, kann geworfen werden und wird teilweise wie ein Schläger eingesetzt.

In der Welt von Darksiders ist man auf vielerlei Arten unterwegs… entweder reitet man auf Ruin, dem feurigen Ross von Krieg, oder man reitet auf Greifen durch die Lüfte. Man kann mit seinen dämonischen Flügeln über Abgründe hinweg gleiten, oder begibt sich in unterirdischen Wasserläufen und Seen auf einen Tauchgang.

Die Moves unseres Helden haben mich sehr beeindruckt. Es ist schonmal Fakt, das diesem Game in Sachen FX kein anderes so schnell einen vormachen kann. Jeder Move und Zauber wird von gutem Sound begleitet und untermalt, sowie von Lichteffekten optisch aufgewertet. Es gibt auch viele kleine Details, welche zeigen, dass sich die Entwickler hier Zeit genommen haben. Zerstört man z.B. eine Parkuhr, klimpern die Münzen über die Straße, und wenn unser massiger Held ein paar Meter in die Tiefe springt, lässt er den Asphalt zerbersten, wirbeln Staub und Brocken auf. Diese Liebe zum Detail zieht sich durch das gesamte Spiel und verleihen ihm einen sehr wertigen Touch.

YouTube Preview Image

Besonders hat mir ein Levelabschnitt gefallen, indem man sich durch die Innenhöfe und Räume eines alten Schlosses kämpft. Es Regnet und gewittert hier und das Wasser, welches über die Dächer und Wände fliesst, wirkt absolut realistisch. Zudem spiegelt sich das Licht jedes Blitzes darin wieder, sowie die Schatten der umliegenden Objekte… wirklich sehr fein gemacht.

Im weiteren Verlauf des Spiels, kann man neue Waffen ergattern, wie z.B. eine Kreuzklinge – eine Wurfklinge mit der man mehrere Ziele angreifen kann. Eine Abgrundkette – eine Kette mit Spitze, welche sich in Feine und Objekte bohrt. Oder ‘Gnade’, die Schusswaffe des Reiters ‘Hader’, eine Schnellfeuerwaffe mit unendlich übernatürlicher Munition. Diese Waffen kann man dann durch Erweiterungen aufpeppen.

Als Zornfähigkeiten werden ein paar übernatürliche und vernichtende Angriffe bezeichnet, wie z.B. der Klingengeysir, Heimsuchung, Verbrennung und Steinhaut. All diese Waffen und die Möglichkeit sie weiter zu skillen, lassen Darksiders auch noch nach ein paar Stunden Spielzeit interessant bleiben.

Inzwischen bereue ich die Investition nicht! Das Spiel gefällt mir sehr gut und hat mich jetzt bis zum Kampf gegen den ersten richtigen Gegner – Tiamat – gut fesseln können. Ich spiele auf ‘normal’ und finde ab und an die Schwierigkeit ein wenig happig, aber bei einem erneuten Anlauf und anderer Taktik, kann man sich ganz gut durchkloppen.

Mein Fazit lautet, wer auf Games like God of War steht, mit dem Gedanken spielt sich Dante’s Inferno zu kaufen und handfeste Action-Adventure, gepaart mir ein paar kleinen Knobelaufgaben mag, der ist mit Darsiders sehr gut beraten.

Grafik: 8 Pkt.

Sound: 8 Pkt.

Steuerung: 9 Pkt.

Gameplay: 9 Pkt.

Multiplayer: 0 Pkt.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Was meinst Du dazu?

Wat! Wer bist Du denn?
Bleibt unter uns.
Wo Blogst Du?

Next Post:
Previose Post: